#thereallebenmitkindern – Blogparade von 2KindChaos

Frida von 2KindChaos hat zur Blogparade aufgerufen. Unter #thereallebenmitkindern könnt ihr Geschichten lesen, wie das Leben mit Kindern wirklich aussieht. Ich habe meinen Beitrag hierzu ein bisschen gestaffelt, nämlich in Gedanken BEVOR ich Kinder hatte (oder in einer Situation mit den Kindern war) und meine jetzigen Gedanken. Viel Spaß beim Lesen 🙂

1. Katzenjammer

Photo by Paul on Unsplash
Wenn alle mal so lieb wären…

Vorher: Wir sind gut vorbereitet auf Kinder, wir haben ja einen Kater. Er meckert den ganzen Tag, isst nur das, worauf er heute Lust hat, lässt dir keinen Platz auf dem Sofa und weckt dich Nachts wenn er raus will. Genau wie ein Kind. Das kann ja nicht schlimmer sein.

Jetzt: Wenn ich mit dem Kater zum Tierarzt fahre, stört mich sein durchgehendes Gejaule nicht mehr. Vergleiche zu den Kindern ziehe ich nicht mehr, da sie ihn in jeder Hinsicht übertrumpfen. Selbst der Kater hat es aufgegeben, sich gegen die Kinder zu wehren. Und das will was heißen 🙂

2. Gefahren

Vorher: In unserer Stube ist keine Gefahrenquelle mehr, wir haben alles gesichert. Das dachten wir genau 5 Minuten lang, als eine Freundin mit ihren kleinen Kindern zu Besuch kam. Doch …

…jetzt wissen wir das Kinder in einem runden Raum ohne Ecken, Steckdosen, Tische, Kanten, Stühle, Stöcke oder sonstwas absolut gezielt auf die größte Gefahrenquelle hinlaufen. In dem Fall waren es übrigens die Buntstifte, in die sich die Kleinen hineinstürzen wollten 🙂

3. Schnuller

Vorher: Gibst du einem Kind seinen Schnuller, ist es beruhigt und kann schlafen.

Jetzt wissen wir, das nicht jedes Kind einen Schnuller nimmt. Und wir wissen, das es ungefähr 300 verschiedene Formen Schnuller gibt, die unsere beiden Kinder allesamt ignoriert haben. Fazit: 70 Euro für Schnuller, die alle nur ein einziges Mal benutzt wurden. Und eine Treppe, die ich 25 mal rauf und runter gehen konnte, um das Kind einzuschläfern (das hat übrigens immer geklappt).

4. Flasche

Vorher: Muttermilch ist das beste für das Kind. Man stöpselt das Kind an, dann trinkt es. Und später gibt Papa nachts die Flasche, damit Mama schlafen kann.

Jetzt: Kinder müssen lernen, wie man aus der Brust trinkt. Und wenn sie es nicht schaffen, werden sie ungeduldig. Und die Flasche ist sowas wie ein Schnuller, die mag auch nicht jedes Kind. Noch nicht mal mit abgepumpter Muttermilch aus einer aus England eingeflogenen Flasche in Brustform wurde die Milch angenommen. Fazit: Es kommt nicht auf die Milch an, sondern auf die Verpackung. Aber nach 16 Monaten war der Lüdde auch abgestillt…

5. Schlaf

Vorher: „Ich bin Hundemüde.“ „Wieso?“ „Ich habe nur 6 Stunden geschlafen, war um 2 im Bett und dann hat mein blöder Nachbar um 8 UHR MORGENS seinen Laubsauger angemacht. Der Sack…

Jetzt: „Hey, siehst du frisch aus“ „Ja, der Kleine hat jetzt einen Rythmus, ich habe heute sogar 5 Stunden geschlafen!“

6. Sauberkeit

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Sorry, bin nicht zum Aufräumen gekommen

Vorher: „Sorry, ich bin nicht zum Bügeln gekommen, stell den Wäschekorb einfach da vorne hin.“

Jetzt: „Lass die Schuhe ruhig an, sonst trittst du nur irgendwo rein.“

7. Sicherheit

Vorher: Fahrradhelm trage ich nicht, sieht doch sch… aus!

Jetzt: Eigentlich fand ich das Argument ganz gut…

8. Fragen

Vorher: Man muss Kinder und ihre Fragen ernst nehmen, denn sie fragen, um zu lernen.

Jetzt: „Warum, warum, warum? DARUM!!!!!“ ist nach dem 18. „Warum?“ auch eine plausible Antwort.

9. Ratschläge

Vorher: Wenn Eltern Probleme haben, wollen sie Ratschläge hören. Gerade wenn man selber keine Kinder hat, kann man als Aussenstehender die Situation viel besser beurteilen…

Jetzt: Wenn man selber keine Kinder hat, einfach mal die Klappe halten.

10. Betrachtungswinkel

Berlin, Alexanderplatz, 22 Uhr

Vorher: Wow, tolle Frauen hier. Man, den Rock könnte ich auch als Gürtel tragen.

Jetzt: Man, das Kind gehört aber ins Bett, wieso rennen die Eltern jetzt damit rum?

11. Kinderbewegung Nr. 1

Vorher: Wenn er sich erst mal auf den Bauch drehen kann, dann meckert er weniger.

Nachher: Verdammt, nun kann er sich nicht zurück drehen.

12. Kinderbewegung Nr. 2

Vorher: Wenn er sich erst mal zurückdrehen kann, dann wird alles besser.

Nachher: Verdammt, er kann nicht krabbeln…

13. Kinderbewegung Nr. 3

Vorher: Wenn er erst mal krabbeln kann, dann wird alles besser.

Nacher: Verdammt, er kann nicht laufen…

14. Kinderbewegung Resignation

Vorher: Wenn er erst mal laufen kann, dann wird alles besser.

Jetzt: Jetzt haben wir Laufgitter und Schrankschlösser. Ok, und es wird NICHT besser, NIEMALS! Nur anders…

15. Papa hat das Sagen

Vorher: Papas Wort ist Gesetz, also haltet euch dran.

Jetzt: Ok, ich habs selber nicht wirklich geglaubt…

16. Erziehung

Vorher: Auch wenn ich keine Kinder habe, ich weiß ganz genau, wie ich meine Kinder erziehen werde. Und die werden parieren!

Jetzt: Parieren, Ignorieren, ist doch alles das gleiche…

17. Resistenzen

Vorher: „Oh, du süßer kleiner Wonneproppen, Papa muss dich beschützen, damit es dir immer gut geht.“

Jetzt: Kind lag 2 Tage mit Fieber flach, Papa 2 Wochen. Kind hatte 2 Tage Mund-Hand-Fuß, Papa 3 Wochen. Kind hat Scharlach und meckert ein bisschen rum, Papa liegt wieder über 2 Wochen flach (teilweise ohne sich bewegen zu können). Wer schützt bitteschön mich? Als ob ich mit der normalen Männergrippe nicht schon genug gestraft wäre.

18. Sprachbarrieren

Vorher: Wenn ich deutlich mit dem Kind rede, dann versteht es mich.

Jetzt: Wenn ich LAUT und deutlich mit dem Kind rede, beachtet es mich (eventuell).

19. Lehre

Vorher: Wenn ich Kinder habe, kann ich ihnen viele Dinge beibringen

Jetzt: Seitdem ich Kinder habe, sehe ich die Welt mit anderen Augen. Ich lerne von ihnen, wie man durchhält. Wie man kämpft. Wie man seine Gefühle zeigt. Und sie sagen mir, wenn ich den Fahrradhelm vergessen habe, die Hände nicht beide am Lenker habe und wissen noch ganz genau, wo ich vor 3 Jahren einmal bei einem Spaziergang gepupst habe (was sie jedes mal laut erwähnen müssen, wenn wir an die Stelle kommen, wo es passierte).

20. Kinder sind…

Vorher: … wunderbare, süße, kleine Fratze, mit denen man viel Spaß haben kann.

Jetzt: … wunderbare, süße, kleine Fratze, mit denen man viel Spaß haben kann. Aber auch anstrengend, nervtötend, laut, Schlaf raubend und das Beste, was einem passieren kann!!!

Das waren meine 20 Gedanken und Meinungen, die durch meine Kinder ein bisschen geändert wurden. Auch wenn manches ein bisschen übertrieben war, vielleicht erkennt ihr euch ja auch in dem ein oder anderen Fall. Falls ja, schreibt es mir gleich in die Kommentare,
ich freu mich. Und wenn euch interessiert, was andere Eltern so erleben, schaut einfach bei http://www.2kindchaos.com/ vorbei.

Viele Grüße und eine entspannte Zeit,

Thomas

6 Kommentare zu “#thereallebenmitkindern – Blogparade von 2KindChaos

  1. Ha ha! Sehr schön! Musste mehrmals laut auflachen, weil es wirklich genau so ist!
    Die Idee mit der Gegenüberstellung von Erwartungen und Realität ist eine super Idee!
    LG, Tina

    1. Danke dir 🙂 die Idee kam mir, weil ich meinen Kollegen immer von den Kindern erzähle, vor allem denen, die noch keine haben. Die Blogparade hat natürlich super gepasst

    1. Ja, es gibt ja auch viele Vergleiche, nur Kinder sind immer schlimmer 🙂 Vielen Dank für die tolle Blogparade, die anderen Artikel sind auch cool geworden. War eine klasse Idee

    1. HEHE 🙂 ja, Hörprobleme kann er nicht haben, da er alles mitbekommt, was er nicht mitbekommen soll. Aber ignorieren wie eine Frau, bei der man den Hochzeitstag vergessen hat 🙂

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